krimiblog.de

Ermittlungen zum Verfall eines Genres | Gegründet 2005 | 6. Jahrgang

Baustellenbesuch

Baustellen finde ich eigentlich langweilig. Diese → hier ist hingegen sehr spannend. Robert Schekulin, geschätzer Krimibuchhändler aus Freiburg und Neuübersetzer von → Joseph Hansen, hebt seine Archiv-Schätze und baut nach und nach ein → “Krimi-ABC” auf. Die Idee dahinter:

“Ein Autoren-Alphabet, mit Büchern und Autoren, die leider Geheimtipp geblieben sind und/oder vom deutschsprachigen Markt wieder verschwunden sind. Das heißt: Bücher / Autoren, zu denen man mit Google oder auf den üblichen Krimi-Websites (krimi-couch etc.) kaum etwas findet. “

Schön, dass er nicht beim Buchstaben A beginnt, sondern beim Buchstaben H. Da finden sich nämlich Autoren wie Hugo Hamilton, Steve Hamilton und “sein” Joseph Hansen (bitte nach unten scrollen). → Schauen Sie mal vorbei.

Barry Forshaw über seine Stieg-Larsson-Biografie

Der britische Krimikritiker, Journalist und Herausgeber der Zeitschrift “Crime Time” → Barry Forshaw veröffentlicht im April 2010 seine Biografie über den schwedischen Krimiautor Stieg Larsson. Forshaw, der erst kürzlich die Enzyklopädie “British Crime Writing” herausgegeben hat, beschreibt in einem zweiteiligen Videobeitrag für “Beyond Books” die Arbeit an seiner Biografie “The Man Who Left Too Soon: The Biography of Stieg Larsson”. Hier die Videos:
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Blogtipp: mord & totschlag

Es ist ein Blog! Krimiautor Ullrich Wegerich (“Berliner Blut”, “Berliner Macht”) ist unter die Blogger gegangen. Unter www.ullrichwegerich.de gibt es jetzt Neuigkeiten, Rezensionen und Links zum Thema Krimi. Reinklicken.

Krimiautor Dick Francis gestorben

Der britische Krimiautor Dick Francis ist am Sonntag im Alter von 89 Jahren auf Grand Cayman gestorben. Dies teilte sein Sohn Felix mit. Francis wurde auch bei uns durch seine Romane, die im Pferdesportmilieu spielen, bekannt. Er war selbst als Jockey aktiv, startet für den Stall der “Queen Mum” bis er 1957 nach einem Sturz das Reiten aufgeben musste. Als Schriftsteller veröffentlichte er mehr als 40 Romane, die in über 20 Sprachen übersetzt wurden. Nach Angaben seiner Familie starb er an Altersschwäche. Wie die BBC mitteilt, nahm auch das britische Königshaus die Nachricht vom Tod des Autors mit Trauer auf.

Links:
→ Meldung bei der BBC (engl.)
→ Nachruf bei der BBC (engl.)
→ Nachruf bei “The Guardian” (engl.)
→ Nachruf bei “Times Online” (engl.)
→ Nachruf bei “Telegraph” (engl.)
→ Nachruf bei “Daily Mail”, mit zahlreichen Fotos (engl.)
→ Meldung der dpa
→ Dick Francis in der Wikipedia
→ Artikel bei Sarah Weinman mit vielen weiteren Links (engl.)

Im Dunkeln

“Der britische Krimiautor David Peace befragt für die Frankfurter Rundschau seinen amerikanischen Kollegen James Ellroy darüber, wie er recherchiert und warum er froh ist, keine Familie zu haben.”

Klingt gut. Stimmt aber nicht. Die Frankfurter Rundschau leistet sich keineswegs den renommierten Autor David Peace → als Interviewer. Der hat James Ellroy bereits Anfang Januar 2010 für The Guardian → interviewt. Die FR hat das Interview, das den schönen Titel “Ich liege im Dunkeln und denke nach” trägt, lediglich übersetzen lassen und offenbar die Lizenz für den Nachdruck gekauft. Eine Quellenangabe für das englische Original fehlt – selbstverständlich – bei der FR. Qualitätsjournalismus eben.